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  • Yvonne Ineichen

Erste Klasse gratis – aber nicht umsonst.


Lesezeit: 2 Minuten

Gönnen Sie sich für Ihre Zugfahrt auf langen Strecken ein Ticket in der ersten Klasse? Weil es da ruhiger zu und her geht, Sie mehr Platz haben, fokussierter sind und Arbeiten durchaus möglich ist? Weil Sie sich den Luxus leisten, für die gleiche Strecke mehr zu bezahlen und mehr zu bekommen? Verständlich. Wie sieht es denn mit der Verbwahl für Ihre Texte aus? Greifen Sie da auch auf die erste Klasse zurück? Oder nehmen Sie die Erstbesten, die Ihnen in den Sinn kommen?

Verben mit Klasse

Das sind diejenigen, die punktgenau aussagen, was gemeint ist. Es sind aber auch diejenigen, die einem selten einfallen, wenn man «schnell» etwas schreiben muss. Weil sie ein etwas stiefmütterliches Dasein führen. Doch, viele Texte atmen erleichtert auf, wenn man sie vom Mief der zweiten Klasse befreit und etwas veredelt. Wie das geht?

Nehmen Sie einen Ihrer Texte zur Hand. Wie oft verwenden Sie «sein» und «haben» als Hauptverben? Vermutlich ziemlich häufig. Obwohl es treffender und prägnanter ginge. Denn die deutsche Sprache ist unglaublich bunt und vielfältig.

Zum Beispiel:

  • Petra hat lange Haare.

  • Franz ist in der Garage.

  • Mama hat Hunger.

  • Petras Haar fällt weich über ihre Schulter.

  • Franz werkelt in der Garage.

  • Mamas Magen knurrt.

Merken Sie sich: «Haben» und «sein» mögen es, wenn sie in der zweiten Reihe stehen und nicht die Hauptrolle übernehmen müssen.

Hilfsverben dienen

Nämlich dann, wenn sie die Funktion erfüllen, die ihnen zugedacht ist. Für einen Satz im Perfekt oder Plusquamperfekt sind sie unerlässlich und unverzichtbar. In der Zeitebene ist es mehr als sinnvoll, dass die Hilfsverben schwach auf der Brust sind und ihren bunten Weggefährten den Vortritt lassen. Genau so verhalten sich auch «Alltagsverben».

Alltäglich und glanzlos

Sie sagen zwar etwas aus, sind jedoch ziemlich unscheinbar. Machen, essen, hören, tun... Damit sind wir alle tagtäglich beschäftigt. Und doch gibt es verschiedene Arten, wie man etwas macht, wie man isst, wie man hört. Petra lauscht andächtig der Musik. Heidi spitzt die Ohren. Jan verschlingt sein Essen. Rudolf geniesst jeden Bissen. Sandra modelliert aus Knetmasse Schmuck. Luis kreiert wunderschöne Strickwaren.

Schicken Sie Ihre Alltagsverben in den Urlaub und kramen Sie hin und wieder die Königsklasse hervor. Ihr Text dankt es mit strahlendem Glanz. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Doch, Übung macht den Meister und bis zur Meisterschaft studieren Sie nicht den Fahrplan, sondern holen sich Hilfe. Zum Beispiel bei synonyme.woxikon.de. Oder bei wortsprudel.

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