• Yvonne Ineichen

Clubhouse – keine Einladung bekommen?



Alle gehen hin, nur ich nicht? Das könnte sich anfühlen wie damals in der Schule, als man zur Party der Klassenqueen nicht eingeladen war. Ok, diese fiesen Spielchen waren den Mädchen vorbehalten. Jungs lösten solche Probleme eher mit den Fäusten. Jetzt greife ich ganz tief in die Klischeeschublade, nicht wahr? Dabei geht's mir um etwas ganz anderes. Fakt ist: Die Party, auf der nicht Kreti und Pleti eingeladen waren, war die reizvollste. Und mit diesem Verknappungsmechanismus agiert die (relativ) neue Social Media Plattform «Clubhouse». Beitreteten kann, wer eingeladen wird …


Ein Hype oder eine echte Alternative? Das wird sich zeigen. Für mich hat sich die Plattform innert weniger Tage zu einer echten Alternative gemausert. Facebook lasse ich seit Langem schleifen. Mir kommt das je länger je mehr wie ein Jahrmarkt der Eitelkeiten und ein sich gegenseitiges auf die Fresse hauen vor. Das mag ich nicht. Instagram macht mir Spass. Es ist für mich aber eher mein Bilderbuch, in dem ich den Menschen hinter wortsprudel zeige.


Ein Kopfsprung ins kalte Wasser


Und jetzt also Clubhouse. Normalerweise bin ich eine Person, die total Berührungsängste hat, wenn’s um technische Neuheiten oder eben neue Social Media Kanäle geht. Da lungert zuallererst immer die Frage «Was kann ich falsch machen?» in meinem Kopf herum. Ich will mich ja schliesslich nicht blamieren. Bei Clubhouse war das anders. Ich erhielt die Einladung für Clubhouse vor wenigen Tagen. Zuerst war ich skeptisch. Dann habe ich mir einen Podcast von OMR zum Thema angehört. Danach installierte ich die App, wagte erste Gehversuche, stürzte mich mittenrein ins Geschehen. Und war begeistert. Zwei Tage nach der Installation stand ich bereits bei einer Diskussion auf der Bühne.


Warum ich Clubhouse mag?


Mir behagt,

  • dass es ausschliesslich auf der Tonspur passiert. Das hat mir die Hemmungen und die Berührungsängste genommen.

  • dass es Moderatoren gibt, die Gespräche anleiten.

  • dass die Netiquette gelebt wird.

  • dass ich nicht auf Selbstdarsteller treffe, sondern auf Menschen, die an Diskussionen und Wissensaustausch interessiert sind.

  • dass ein echter Austausch, eine Diskussion in Echtzeit sattfindet.

  • dass ich mir nicht wie beim Frontalunterricht im Schulzimmer vorkomme.


Das ist mein Fazit aus meiner bisher noch sehr jungen Clubhouse-Karriere. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das eine längere Liebesbeziehung wird. Übrigens planen Manuel Naranjo von Naranjovoiceover und ich demnächst einen eigenen Raum. Du darfst gespannt sein!


Was hältst du von Clubhouse? Ich freue mich auf deine Gedanken. In den Kommentaren ist Platz dafür 😉.


P. S. Hier findest du einen ausführlichen Artikel dazu, wie Clubhouse funktioniert.

Und hier was du tun und lassen solltest (darfst).